Rosenzucht auf Zypern

Anbau und Verarbeitung Rosen (v.a. der Damaszener-Rose – Rosa damascena) zu verschiedensten Produkten nimmt in den Klöstern eine wichtige Stellung ein. Hervorzuheben sind besonders das für die Zubereitung verschiedener traditioneller Gerichte unerlässliche Rosenwasser sowie der Tee aus den Blütenblättern der aufgrund seiner verdauungsfördernden bzw. beruhigenden Wirkung geschätzt wird. Foto: Andreas Lardos

Was ist Ethnobiologie?

 

Die Ethnobiologie ist eine wissenschaftliche Disziplin, welche die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt im kulturellen Kontext erforscht.


EthnobiologInnen erforschen beispielsweise die Verwendung von Pflanzen und Tieren als Nahrung, Medizin, Werkstoff oder für rituelle Zwecke, sowie damit verbundene Werte, Vorstellungen, Klassifikationen und kulturgeschichtliche Prozesse.


Die Ethnobiologie bedient sich auf Grund ihres inter- und transdisziplinären Forschungsansatzes Methoden verschiedener Fachrichtungen wie der Botanik, Zoologie, Ökologie, Medizin, Pharmakologie, Ethnologie, Archäologie, Soziologie, Linguistik oder Ökonomie. Interviews und Beobachtungen gehören ebenso zur Forschungsarbeit wie das Sammeln und Bestimmen von Pflanzen und Tieren oder die Analyse von Inhaltsstoffen.


Die Ethnobiologie leistet einen wichtigen Beitrag zu Verständnis und Wertschätzung lokalen Wissens sowie kultureller und biologischer Vielfalt. Zu ihren angewandten Bereichen gehören Naturschutz, Entwicklungszusammenarbeit, primäre Gesundheitsversorgung und – besonders in Europa – die Komplementärmedizin.

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